Heilpädagogik

Mit verschiedenen heilpädagogischen Angeboten begleiten wir Kinder von 0-6 Jahren im häuslichen Umfeld oder in der Kindertagesstätte.

Frühe Hilfen werden angeboten für Kinder

  • mit Entwicklungsverzögerungen,
  • mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen,
  • die einem besonderen Entwicklungsrisiko ausgesetzt sind oder waren,
  • die Verhaltensweisen zeigen, die Erwachsene besonders fordern.

Im Zentrum der heilpädagogischen Arbeit stehen die Stärken des Kindes. Dabei sind seine Zufriedenheit, seine Freude am Spiel und Experiment, Spaß am Zusammensein mit anderen Kindern und Erwachsenen wichtige Grundlagen.

Die heilpädagogische Förderung des Kindes wird mit den Eltern besprochen. Ihre Sichtweisen und Wünsche ergänzen unsere heilpädagogische Arbeit wesentlich. Das Prinzip der Ganzheitlichkeit bestimmt unseren Ansatz, wir sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Unsere Methoden werden an ihrer Lösungsorientierung gemessen.

Diese Hilfe richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter bis zu 18 Jahren, die von einer Körper-, Geistes- oder Sinnesbehinderung oder einer drohenden Behinderung betroffen sind. Die Kinder und Jugendlichen werden gezielt in ihrer Entwicklung gefördert. Das Zusammenleben von Eltern mit ihrem behinderten oder von einer Behinderung bedrohten Kind wird unterstützt. Das Ziel ist, die Kinder und Jugendlichen in die Gesellschaft einzubinden und sie dazu zu befähigen, ihre Freizeit mit anderen zu gestalten, sich mit Gleichaltrigen zu treffen und in (Sport)-Vereinen mitzumachen.

Unsere pädagogischen Fachkräfte arbeiten flexibel an verschiedenen Orten, z. B. innerhalb des Elternhauses oder im Wohnumfeld der Familie. Sie nehmen – soweit gewünscht und möglich – mit dem Kind/Jugendlichen am Vereinsleben und anderen Veranstaltungen teil.

Antragsverfahren

Ein Antrag auf ambulante pädagogische Betreuung wird von den Sorgeberechtigten beim Fachdienst Soziales des Kreises Pinneberg gestellt. Auf Wunsch begleiten die Familienräume das Antragsverfahren. Kosten entstehen den Familien nicht.

Grundsätze der heilpädagogischen Frühförderleistungen

Die heilpädagogischen Frühförderleistungen wenden sich an Familien mit Kindern im Säuglings-, Kleinkind- und Kindergartenalter bis zur Einschulung, die behindert oder von einer Behinderung bedroht sind.

Die heilpädagogische Begleitung bezieht sich auf ein Kind in seiner Familie und deren Lebensumwelt. Die Förderung findet gezielt und mobil im Lebensraum des Kindes statt, so dass die Kindertagesstätte, die Tagesmutter und vor allem das häusliche Umfeld immer mit einbezogen wird bzw. der Ort der Förderung darstellt. Jede Auffälligkeit, Entwicklungsverzögerung oder Behinderung steht stets in Wechselwirkung mit der Umwelt.  

Unser heilpädagogisches Verständnis geht von den individuellen Situationen der Kinder und Eltern aus, die in ihrer Selbstwirksamkeit eine Unterstützung erfahren. Wir arbeiten nach den Prinzipien der Ganzheitlichkeit, der Familien- und Lebensweltorientierung.

Aufnahmeverfahren

Der Antrag auf heilpädagogische Frühförderleistung wird seitens der Eltern/ Personensorgeberechtigten beim Eingliederungshilfeträger (Fachdienst Teilhabe SGB IX) gestellt.