schulische Integrationshilfe

Schüler und Schülerinnen, die von einer Körper-, Geistes- oder Sinnesbehinderung oder einer drohenden Behinderung betroffen sind, können in Schleswig-Holstein wohnortnah in einer allgemeinbildenden Schule beschult werden. Benötigen Schüler über die vom Schulamt zur Verfügung stehenden Lehrer der Regelschulen und bedarfsorientiert eingesetzten Sonderschullehrer hinaus Begleitung, weil aufgrund der vorliegenden Behinderung ein weiterer Assistenzbedarf besteht, kann ein/e Integrationshelfer/in den schulischen Prozess des Lernens und der Integration in die Gemeinschaft unterstützen.                                                                                               

Das bedeutet im Einzelnen:

  • Begleitung bei der eigenständigen Bewältigung des Schulalltages, beispielsweise Orientierungshilfe in den schulischen Gebäuden und Abläufen,
  • Begleitung bei differenzierten Unterrichtsangeboten nach den Weisungen der Lehrer,
  • Unterstützung bei der Ordnung am Arbeitsplatz,
  • Konfliktbewältigung
  • Pausenbegleitung.

Die/der Integrationshelfer/in arbeitet innerhalb der Schule und im Rahmen schulischer Veranstaltungen.

Die Qualität der Arbeit ist gesichert durch ein niedrigschwellig qualifiziertes Team und durch regelmäßige Teamgespräche, kollegiale Beratung und Fortbildungen.

Bei besonderen Problemlagen, beispielsweise wenn eine Behinderung eine starke Wesensveränderung und/oder auch schwierig zu verstehende oder sehr umtriebige Verhaltensweisen eines Kindes zur Folge hat, können Mitarbeiter mit einer höherer Qualifikation (Erzieher/Heilerziehungspfleger/Ergotherapeut) eingesetzt werden.

 

Eine Besonderheit stellt das "Poolmodell Schulbegleitung" dar. In der Region Uetersen-Tornesch sind die Familienräume im Grundschulbereich der einzige Träger von Schulbegleitung nach dem SGB VIII und schulischer Integrationshilfe nach dem SGB XII. Im Rahmen eines festen Budgets werden Schülerinnen und Schüler je nach individuellem Bedarf von Schulbegleiter*innen betreut, die den Schulen und Klassen fest zugeordnet sind. Die üblichen Beantragungswege fallen weg, die Unterstützung kann zeitnah und bedarfsorientiert erfolgen, und es können mehrere Kinder gleichzeitig effektiv erreicht werden.