Betreuung und Versorgung von Kindern in Notsituationen

Sind Eltern durch Erkrankung, psychosoziale Überlastung, Krankenhausaufenthalt u.ä. vorübergehend nicht dazu in der Lage ihrer Fürsorgepflicht vollständig nachzukommen, haben sie Anspruch auf Hilfe von außen. Damit sollen die Eltern so unterstützt werden, dass ihre Kinder auch unter mitunter sehr schwierigen Umständen in der Familie bleiben können. Die Aufgaben der Assistenz richten sich nach dem praktischen Bedarf der Eltern. Hierbei stehen versorgende und pflegerische Tätigkeiten für die Kinder im Zentrum. Eltern und Fachkraft werden in Absprache mit dem Fachdienst Jugend gemeinsam für das Kind handelnd aktiv, beispielsweise durch

  • Hilfe bei der Aufrechterhaltung einer angemessenen Alltagsstruktur durch praktisches Tun,
  • Einübung von pflegerischen, versorgenden und Hygiene gewährleistenden Aufgaben des Familienalltags,
  • Begleitungen zum Spielplatz, in die Schwimmhalle, in die Kindertagesstätte/zur Schule, bei Arztbesuchen, zu Eltern-Kind-Gruppen, Vereinsangeboten, etc. zur Entlastung der Eltern.

Die Assistenz bei der Erziehung und Versorgung von Kindern in Notsituationen versteht sich immer als ergänzendes Angebot, zu dem was Mutter und Vater leisten können. Unterstützung von Großeltern und anderen Verwandten oder auch funktionierende Nachbarschaftshilfe kann in dieses Angebot mit einbezogen werden.